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Das Lied der Deutschen
Fangen wir doch einfach einmal mit dem Lied der Deutschen an. Schließlich sind wir ja alle Patrioten!
Als erstes die Melodie. Sie stammt von Joseph Haydn. Ursprünglich die Kaiserhymne für Kaiser Franz II den letzen Kaiser des Hl. Römischen Reiches und späteren Franz I. den ersten Kaiser Österreichs.
Also können wir getrost sagen, dass die Melodie für unser Deutschlandlied abgekupfert ist.
Nun zum Text. Bei der Kaiserhymne lautete er folgendermaßen:
1. Gott erhalte Franz, den Kaiser,
Unsern guten Kaiser Franz!
Lange lebe Franz, der Kaiser,
In des Glückes hellstem Glanz!
Ihm erblühen Lorbeerreiser,
Wo er geht, zum Ehrenkranz!
Gott erhalte Franz, den Kaiser,
Unsern guten Kaiser Franz!
2. Laß von seiner Fahne Spitzen
Strahlen Sieg und Fruchtbarkeit!
Laß in seinem Rate sitzen
Weisheit, Klugheit, Redlichkeit!
Und mit Seiner Hoheit Blitzen
Schalten nur Gerechtigkeit!
Gott erhalte Franz, den Kaiser,
Unsern guten Kaiser Franz!
3. Ströme deiner Gaben Fülle
Über ihn, sein Haus und Reich!
Brich der Bosheit Macht, enthülle
Jeden Schelm- und Bubenstreich!
Dein Gesetz sei stets sein Wille,
Dieser uns Gesetzen gleich.
Gott erhalte Franz, den Kaiser,
Unsern guten Kaiser Franz!
4. Froh erleb’ er seiner Lande,
Seiner Völker höchsten Flor!
Seh sie, Eins durch Bruderbande,
Ragen allen andern vor!
Und vernehm noch an dem Rande
Später Gruft der Enkel Chor:
Gott erhalte Franz, den Kaiser,
Unsern guten Kaiser Franz!
Dies ist nur eine Version von vielen.
Der Text zum Lied der Deutschen stammt von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Er verfasste auch viele Kinderlieder wie: Alle Vögel sind schon da; Ein Männlein steht im Walde; Summ, summ, summ Bienchen summ herum; Winter ade, scheiden tut weh; Kuckuck, Kuckuck, ruft's aus dem Wald; Der Kuckuck und der Esel oder Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Den Text zu unserem Deutschlandlied verfasste am 26. August 1841 auf der Insel Helgoland in der Verbannung. Seine demokratischen Ansichten waren der preußischen Regierung ein Dorn im Auge. Auf Grund seiner „Unpolitischen Lieder“ enthob man ihn 1842 pensionslos seiner Professur. 1843 entzog man ihm die Staatsbürgerschaft 39 Mal wurde er des Landes verwiesen. Seine Werke wurden verboten, teilweise verbrannt.
Hoffmans Kommentar lautete:
Die "Unpolitischen Lieder" mehr zu verbreiten
Hat man sie verboten zu rechten Zeiten.
Und Jeden, der nie an Lieder gedacht,
Nach diesen Liedern recht lüstern gemacht!
Erst 1849 wurde er rehabilitiert und konnte in seine Heimat zurückkehren. Doch seine Professur wurde ihm auch weiterhin verwehrt.
Vor mehr als 150 Jahren war er seiner Zeit schon weit voraus. Schon 1844 verfasste er in einem Spottlied Zeilen, die bis heute nicht ihren Sinn verloren haben Da ist z.B. ein Lied, welches auch zu Haydns Melodie vom „Kaiserlied“ oder zu „Oh, Berlin ich will dich lassen“ gesungen wird.
Kriech Du und der Teufel
Ja, verzeihlich ist der Großen
Übermut und Tyrannei
denn zu groß und niederträchtig
ist des Deutschen Kriecherei !
Sieht ein Deutscher seines Fürsten
höchsterbärmlich schlechten Hund
tut er gleich in schönen Worten
seine Viehbewunderung kund
sieht ein Deutscher seines Fürsten
altersschwaches Pferd
ist er freudig doch ergriffen
von des Gaules früherem Wert
sieht ein Deutscher seines Fürsten
allerältestes Hoffräulein
denkt er, eine Bürgerstochter
könnte doch so schön nicht sein
Sieht ein Deutscher seines Fürsten
jämmerlichsten Kammerherrn
steht er still und grüßt in Ehrfurcht
und er sieht ihm nach von fern
sieht er nun den Fürsten selber,
oh, wie ist er dann entzückt
wenn Durchlaucht ihn wieder grüßt,
nun dann wird er fast verrückt
er erzählt dann allen Menschen
welche Gnade ihm widerfuhr
daß Durchlaucht ihn hat gewürdigt
mehr als eines Blickes nur.
er erzählt den Kindeskindern,
ja, ich habe ihn gesehn!
Und bei Gott nun kann ich ruhig,
ruhig in die Grube gehen
Natürlich haben wir für Sie auch den Text zum Deutschlandlied, von dem heute nur noch die dritte Strophe gesungen wird und weitere Gedichte und Balladen


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